Alle Jahre wieder …
… sitz ich an Weihnachten im Schulgottesdienst, schau Mitschülern, die ich nicht kenne, dabei zu, wie sie auf ihren Handys herumdrücken, sitze zwischen meinen Freunden, irgendwo im Getümmel, in dem es nie ganz still wird und höre unserem Pfarrer zu. Ich hör ihm gern zu. Ich kann zwar der Kirche und allem, was dazu gehört nichts abgewinnen, aber ich mag die Schulgottesdienste irgendwie. Aber auch nur wegen unserem Pfarrer …. Er ist sympathisch. Charismatisch. Und lustig.
Ich hab während der Schulgottesdienste immer so viel Zeit, mir Gedanken über alles zu machen. Und ich weiß, dass ich wirklich viel nachdenke, wenn ich so in der Kirche sitze. Allerdings weiß ich danach nie, was ich gedacht hab. Ich kann irgendwie keinen Gedanken fassen. Aber das ist auch nicht wichtig.
Nach dem Gottesdienst hab ich mich zum ersten Mal als aktiver Verkehrsteilnehmer in den vorweihnachtlichen Straßenverkehr gewagt. War lustig. Ich hab erst eine Freundin ein Stück in die Stadt rein gefahrenn. Es waren nur zwei Kilometer Umweg, für die ich gut 20 Minuten gebraucht hab. Dann hab ich auf dem Heimweg eine andere Freundin bei ihrer Oma abgesetzt. Kein Umweg. Lag wirklich auf meinem Heimweg. Insgesamt hab ich trotzdem eine knappe Stunde gebraucht, bis ich daheim war. Doppelt so lang, wie bei normalem Verkehr.
Weihnachtsverkehr ist faszinierend. Da wird in Kreisverkehre reingeschnitten, man wird ausgebremst und man wird angehupt, wenn man stehen bleibt, obwohl die Kolonne vor einem sich bewegt – auch, wenn man nur einen knappen Meter vorwärts rollt, ehe man wieder stehen bleibt. Na, ein Meter ist ein Meter. Lohnt sich ja wirklich. Hm-hm …
Wir haben etwa 30 cm Schnee im Garten. Seit gestern ist es fönig und es regnet immer mal wieder. Der Schnee bleibt. Meine Weihnachtsstimmung bleibt auch – nämlich irgendwo ganz weit weg. Ich hab sämtliche Weihnachtsgeschenke inzwischen fertig verpackt, zur Post gebracht oder, im Falle meines Kollegen, persönlich übergeben. Für mich ist Weihnachten also quasi schon gelaufen. Es interessiert mich nicht, selbst beschenkt zu werden, ich mach lieber Freunden eine Freude. Einfach so.
Seit dem letzten Weihnachten hat sich nichts geändert für mich. Es ist immer noch ein Tag im Jahr, den ich mit meiner Familie und trotzdem irgendwie allein verbringe, es ist immer noch ein Tag, an dem der Großteil der Menschen irgendwie am Rad zu drehen scheint … aber es dauert ja nicht lang.
Ich wünsche trotzdem euch allen schöne und besinnliche Weihnachten im Kreis eurer Lieben =)
Schmeichelhaft
„Du würdest ja viel besser zu ihm passen, als seine Freundin!“, meinte ein Kollege zu mir, als wir uns über das, was mit seinem besten Freund seit einiger Zeit vorgeht, unterhalten haben.
Ich seh das einfach mal als Kompliment ^.^
Bis(s) zum Morgengrauen
Eigentlich ist Isabella Swan nur ungern nach Forks zurückgekommen. In der verregneten US-Kleinstadt scheint nur selten die Sonne, das Leben ist langweilig — und der Ort steht eigentlich für eine Zeit, die sie hinter sich zu lassen gehofft hatte. Aus Forks war ihre Mutter mit ihr als Säugling ins geliebte Phoenix geflohen, und in Forks hatte sie Jahr für Jahr ein paar Wochen Urlaub bei ihrem Vater machen müssen, bis sie 14 war. In den letzten drei Jahren hatte sich Charlie, ihr Vater, dann aufgerafft, mit ihr in Kalifornien Urlaub zu machen. Jetzt geht Isabella zurück nach Forks — „ins Exil“, wie es in Stephanie Meyers Roman Bis(s) zum Morgengrauen heißt: „und zwar mit Schrecken“.
Die Schrecken sind berechtigt, und das, obwohl (und gerade weil) die verschlafene Kleinstadt plötzlich einen ganz eigenartigen Zauber bekommt. Das liegt weniger an dem grünen Auto, dass Charlie Isabella schenkt und das sie trotz seines Alters gleich ins Herz schließt. Das liegt vor allem an Edward, der sie durch seine rätselhafte Art in ihren Bann zieht. Warum nur, denkt sich Isabella, lebt Edward an einem Ort, an dem die Sonne so selten scheint? Bald wird sie es erfahren. Denn Edward ist ein Vampir, der nach ihrem Blut dürstet. Aber Isabella kann nicht fliehen. Längst ist sie dem Mann bedingungslos ausgeliefert …
Quelle: Amazon
Lange her, dass ich mich hier das letzte mal mit einen Buch auseinander gesetzt hab. Ich hab in den letzten Monaten einfach zu viel verschlungen, um hier alles zerpflücken zu wollen … es ist auch lange her, dass ich Bis(s) zum Morgengrauen gelesen habe. Das war im Mai. Und eigentlich hab ich das Buch relativ verdrängt vergessen. Bis ich letztens den Trailer für den zweiten Kinofilm im Fernsehen gesehen hab … hm.
Als Twhy?!light Twilight dieses Jahr ins Kino kam, haben alle darüber geredet. Ausnahmslos. Ich hatte keine Ahnung davon. Um mir aber doch eine Meinung zu bilden, hab ich das Buch dazu gelesen und bin im Nachhinein betrachtet wirklich mehr als froh, es nur geliehen und nicht gekauft zu haben.
Pfui, sag ich nur. Es ist mir unverständlich, wie dieses Buch es zum Bestseller geschafft hat! Zwar hat eine Freundin von mir mal scherzhalber gemeint, man brauche keinen Plot, wenn man tolle Charas hätte, aber Stephenie Meyer hat weder das eine noch das andere!
Dieses Buch hat überhaupt keine Tiefe. Die Handlung ist oberflächlich, die Charaktere noch viel mehr! Bellas einzige Wesenszüge sind Tollpatschigkeit und leicht selbstmörderische Idiotie (was allerdings nichts daran ändert, dass sie eine „vorbildliche“ Mary-Sue ist), Edward (der wunderschöne, starke, alles könnende Gary-Stu) steckt bis in die Spitzen seiner Monsteraugenbrauen voller Zweifel und Angst, Bella wehzutun. Nebencharaktere sind zwar vorhanden, allerdings noch viel weniger ausgearbeitet, als die beiden Protagonisten, was dem Ganzen einiges an Leben nimmt.
Der Schluss ist mau und vorhersehbar, das Highlight des Buches ist meiner Meinung nach der Klappentext – weil er das letzte ist, was man sieht, wenn man das Buch endlich zuschlägt! Aus reiner Neugierde ahb ich mir letztens auf im Internet die Inhaltsangaben der anderen Bücher zu Gemüte geführt und ich frag mich immer noch, ob es besser ist, darüber zu lachen oder zu weinen …
Die „Liebe“, um die sich alles dreht, beschränkt sich auf Äußerlichkeiten, Stalking (oder wie auch immer man sein Eindringen in ihr Zimmer nennen will) wird als das romantisch dargestellt, sie klammert, er schafft es nicht, sie davon zu überzeugen, dass er gefährlich ist, hält sie sich aber auch nicht vom Leib … und spätestens zur Mitte des Buches, wenn gefühlte 1000 mal erwähnt wurde, wie schön Edward Cullen doch ist, wenn er schief lächelt, wenn er gerade lächelt, wenn er gar nicht lächelt, wenn er glitzert, wenn er geht, wenn er atmet und so weiter … ist es nicht mehr romantisch oder Bauchkribbeln-auslösend, sondern einfach peinlich und nervend …
Fazit: Eventuell hierrüber stolpernde Twilight-Fans können mich meinetwegen mit Äpfeln steinigen, aber es ist wirklich traurig, dass dafür Bäume sterben mussten!
Kopfchaos
Eigentlich mag ich Chaos. Zumindest ein bisschen. Nichts spricht gegen geordnetes Chaos. Schreibtischchaos. Irgendwie gefällt mir auch „Chaos“ als Wort. Was mir weniger gefällt, ist das Chaos in mir drin und um mich rum. Das Chaos in meinem Kopf, in dem doch eh schon alles recht rund geht. Und dass alle Menschen um mich rum zu was anderem raten, macht die Sache wirklich nicht einfacher!
Gehen tut es um einen gewissen jungen Mann, den ich in diesem Blog schonmal erwähnt hab und um die Kontaktaufnahme, zu der ich mich irgendwann durchgerungen hab. Kurz und knapp, Einladung zum Ball ausgesprochen und abgewartet. Und gewartet. Und gewartet.
Inzwischen sind über drei Wochen vergangen und ich warte nicht mehr. Weil ich es einfach abgeschrieben hab. Enttäuscht bin ich trotzdem. Ist eine Abfuhr wirklich zu viel verlangt? Anscheinend schon. Er spielt ja lieber toter Mann.
Ich finde das echt nicht okay -.-“ Aber was will man machen …?
Skandalpresse
Die gute Seite am vergangenen Wochenende: Unser Maturaball wird noch lange im Gedächtnis bleiben … und es in die Zeitung zu schaffen, das muss man uns erst mal nachmachen.
Aber: Leute, die überhaupt nicht dabei waren, bilden sich jetzt ein, uns – völlig ungerechtfertigt – als saufende, prügelnde Jugendliche abstempeln zu können, zeigen mit dem Finger auf uns und zerreißen „die zukünftige Elite“ in niveaulosen Diskussionen.
Zweischneidiges Schwert. Shit happens. Ich sag mal: Es hätte schlimmer kommen können! Gott sei Dank ist nichts Ernstes passiert! Und auch darüber wird Gras wachsen.
Geschlossene Gesellschaft
Wir waren zu viert am Wochenende. Zu viert, obwohl viele davon ausgingen, ich würde eine „richtige“ Party schmeißen … ganz so, „wie es sich gehört“, wenn man 18 wird. Aber manchmal interessiert es mich einfach nicht „was sich so gehört“ xD Deshalb waren wir nur vier … und es war eine sehr spontane Zusammenkunft.
Eigentlich hatte ich ja geglaubt, an meinem Geburtstag eine Fahrstunde zu haben … jetzt stand die aber falsch in meiner Fahrstundenkarte drin und nach einem recht turbulenten Donnerstag hatte ich dann meinen Geburtstag „zur freien Verfügung“, woraufhin ich erst mal meine Freunde aktiviert hab, die dann auch beide gern vorbeigekommen sind, eine der beiden mit Freund, dem vierten im Bunde.
Tja … so hab ich meinen 18. Geburtstag verbracht … mit drei Freunden bei mir daheim auf der Terrasse, mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen, ohne Alkohol, ohne Lärm und ohne Kotzhäufchen in den Büschen … aber eine Riesenparty hätte nicht schöner sein können, als dieses Zusammensitzen … wenn ich die Wahl zwischen einer Menschenmenge und meinen Lieben hab, brauch ich nicht lange überlegen
Und das sind meine neuesten Mitbewohner … ich hab sie Finn (von meinen Eltern) und Guen (von meinen Freunden und zu dem Zeitpunkt noch nicht entschmückt) getauft … auf ein langes Leben der beiden … ^.^
Jungfernfahrt
Ich hab meine Führerscheinprüfung bestanden!! :3
Nachdem ich mit meiner Nervosität nicht nur mir, sondern auch meinen Eltern und vermutlich auch meinen Freunden den letzten Nerv geraubt hab, bin ich dann heute doch wie im August geplant zur Prüfung angetreten und … ich hab alles gut hinter mich gebracht.
Meine Autobahnauffahrt gefällt dem Prüfer zwar nicht ganz so gut, aber davon abgesehen hält er mich für eine „versierte Fahrerin“ … und deshalb … bin ich ab heute in der Probezeit. Hihi ^.^
Die Fahrschule wird mir wohl irgendwie fehlen … der Theoriekurs an sich war wirklich sehr lustig und auch die Fahrlehrer sind durch die Bank sehr nette Leute … aber allein fahren zu dürfen hat auch was … musste ich natürlich gleich ausprobieren heute. Meine Mutter ist zwar um ein oder zwei graue Haare reicher … aber ich krieg das schon noch hin. Da fehlt nur Übung … xD
Neustart
Die erste Schulwoche liegt hinter und unzählige noch vor mir. Mein letztes Schuljahr … irgendwie kann ich es immer noch nicht ganz glauben. Aber es ist so.
Meine Freundin ist auch wieder mit von der Partie, was gut ist … ihre Versetzung war ja sehr gefährdet, aber Gott sei Dank hat sie die beiden Prüfungen bestanden … auch, wenn es eigentlich gar nicht notwendig gewesen wäre. Seit neuestem wird man an unserer Schule auch mit einer knapp bestandenen und einer versauten Wiederholungsprüfung versetzt. Zumindest gewisse Leute werden das. Im ganzen Jahrgang brodelt es an allen Ecken und Enden … dabei hätten wir eigentlich wichtigere Dinge zu tun.
Bald ist Maturaball. Und alles was wir haben ist eine Location, die wir nicht bezahlen können, eine Band, die wir gerade mal so bezahlen können und einen Termin, den wir wohl mehr schlecht als recht werden einhalten müssen. Tja … wir haben ja noch vier Wochen -.-“ Mal sehen, was dabei rauskommt^^
Meine Großmutter, die bis gestern auch im Krankenhaus war, haben wir gestern schon abgeholt … und mein Vater kommt heute auch wieder nach Hause. Vorübergehend. In ein paar Tagen muss er wohl wieder in die Klinik und wenn seine Werte nicht so gut wären, würden die Ärzte ihn auch gar nicht gehen lassen, aber er muss jetzt einfach mal nach Hause … immerhin ist er selbständig und seine Arbeit erledigt sich nicht von allein … mein Vater ist ganz wild drauf, wieder nach Haues zu kommen. Und ich kann ihn verstehen. Ich hatte damals nach einer Woche schon einen gewaltigen Krankenhauskoller … und ihn haben sie ein ganzes Monat festgehalten!
Ich bin froh, dass er wieder mal daheim ist. Und ich bin auch froh, dass die Schule wieder angefangen hat. Irgendwie. Der Alltag hat mich wieder … zwar krieg’ ich jetzt schon wieder Zahnschmerzen, wenn ich gewisse Leute sehe, aber ich bin schon groß und kann damit umgehen … ^.^
Noch zwei Wochen bis zu meinem Geburtstag und meiner Führerscheinprüfung. Die erste Hürde dieses Jahr. Weitere folgen. Ich bin gespannt ^.^
Bäh
Wie hab ich mich doch vor genau einer Woche über meine bestandene Prüfung gefreut … tja, da konnte ich ja auch noch nicht wissen, dass die nächsten sieben Tage eine einzige große Sch… werden -.-
Angefangen hat es damit, dass am Mittwoch mein Bildschirm – Gott hab ihn selig – den Geist aufgegeben hat. Kann ichverstehen, immerhin haben wir acht Jahre lang zusammen gearbeitet. Und irgendwann ist die Zeit einfach abgelaufen. Ärgerlich nur: Ohne Bildschirm tappe ich maturaprojekttechnisch ziiiemlich im Dunkeln. Also, logische Konsequenz: Ich brauch Ersatz! [sarcasm] Ist ja nicht so, dass ich nicht gerade relativ pleite wäre wegen Führerschein und so, nein … ich krieg ja alles vorn und hinten reingestropft![/sarcasm]
Am Freitag dann war mein Vater endlich mal beim Arzt, nachdem meine Mutter und ich ihn donnerstagabend weichgeklopft haben. Tja, er hätte doch früher gehen sollen – Einweisung ins Krankenhaus „so schnell wie möglich“ … meine Mutter hat ihn dann natürlich noch am selben Tag verschiffelt, ich war allein zu Haus und normalerweise kann ich damit umgehen. Problem dabei: Gewitter, Telefonleitung zusammengehaut, Wasser im Keller, ich allein daheim.
Am Samstag ging zwar das Telefon wieder, Internet nicht, aber schlimmer war das Geistaufgeben der Heizung, während die Solaranlage munter weiter aufgeheizt hat. Alles Scheiße. Am Sonntag also den Instalateur herbestellt, damit wenigstens das wieder funktioniert …
Und heute … war ich abends noch mit meiner Mutter im Krankenhaus. Mein Vater hat uns noch gesagt, er hätte ne Unwetterwarnung aufs Handy bekommen, wir ihm das natürlich nicht ganz geglaubt. Solche Warnungen gibt’s immer wieder und meistens ist es nur heiße Luft. Außer heute. Ins Unwetter reingekommen sind wir ja Gott sei Dank nicht. Das war aber auch wirklich nicht mehr nötig …
Bruder sagt ja, es hätte nur ne Viertelstunde lang gehagelt … muss aber ne echt heftige Viertelstunde gewesen sein. Der Garten ist quasi abgegrast. Der Apfelbaum steht als einziges noch richtig, die Büsche liegen eher, Blätter ab, alles zusammengeschlagen, knöcheltief steht stand man in Hagelkörnern … und wieder Wasser im Keller.
Was anderes als bäh fällt mir zu den vergangenen paar Tagen einfach nicht ein. Und ich trau mich nicht mal zu hoffen, dass es schon vorbei ist … ich frag mich viel mehr: Was kommt wohl morgen noch?
Schnellverfahren
Theoretische Prüfung bestanden … nach nur vier Minuten wieder aus dem Computerraum raus und das mit nur sechs Fehlerpunkten … die beiden Fahrstunden danach waren zwar eine Katastrophe (der Parcours wird mich wohl noch öfter fertig machen), aber bis Ende September hab ich erst mal „frei“ … dann geht’s wieder weiter mit mir hinterm Steuer, haha xD


